"Politik für Binnenvertriebene auf der kommunalen Ebene"

Im Laufe der drei ersten Monate des Krieges Russlands gegen die Ukraine fanden kurzfristig in mehreren Regionen der Ukraine über 30 Veranstaltungen statt, die Binnenvertriebene aus verschiedenen ukrainischen Städten und Regionen zusammenbrachten. Die Veranstaltungen wurden von der Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Ukraine in Kooperation mit zahlreichen ukrainischen Partnern organisiert: Die DDI group, die „Ukrainische Assoziation der Werbetreibenden“, der Verlag „Samit Knyga“, das Team des Theaters «Déjà vu plus», das Industrie- Genderkomitee für die Werbung, die NGO „AllUkrainische demokratische Bewegung“, VertreterInnen der Arbeits- und Sozialämter verschiedener Gebiete der Ukraine u.a.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand die Frage der schnellen Integration der Binnenvertriebenen, die von den aufnehmenden Kommunen als eine der wichtigsten Aufgaben während des Krieges angesehen wird. Aufgrund der durchgeführten Veranstaltungen konnte der Zugang zu administrativen, sozialen und psychosozialen Dienstleistungen auf der kommunalen Ebene verbessert werden. In erster Linie ging es um die Hilfe bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz für die Erwachsenen und/oder einem Schulplatz oder einem Platz im Kindergarten für die Kinder. Die TeilnehmerInnen haben auch die Möglichkeit bekommen, sich über die aktuell nachgefragten Stellen bei den Arbeitgebern zu informieren, direkt mit den potentiellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen sowie einen potenziellen Arbeitsplatz zu besuchen.

Die TeilnehmerInnen nutzten auch die Gelegenheit, sich mit Psychologinnen und Psychologen zu unterhalten, ein Angebot einer Kunsttherapie wahrzunehmen und die Antworten auf die dringendsten Fragen zu ihrem eigenen psychischen Zustand zu bekommen. Man lernte einfache, aber effektive Praktiken, die den Binnenvertriebenen und ihren Angehörigen helfen können, die schwierigen Herausforderungen der Kriegszeiten zu überwinden. 

Der Erfahrungsaustausch zwischen den eingeladenen ReferentInnen und den TeilnehmerInnen hat dazu beigetragen, Antworten auf wichtige Fragen und konkrete Lösungsansätze zu finden. So fanden mehrere TeilnehmerInnen neue Jobs, trafen die Entscheidungen über die Einschulung der Kinder in den neuen Schulen und knüpften Kontakte, die auf jeden Fall eine große Rolle im Prozess einer Integration in der Kommune spielen. Die Emotionen und Gedanken, die während der Austauschrunden ausgesprochen wurden, führten zu einem gemeinsamen Erlebnis des Publikums.  Zudem halfen die Veranstaltungen emotionalen Stress zu bewältigen, Unterstützung zu bekommen und aktuelle Themen zu reflektieren, sowie die inneren und situativen Ressourcen zu finden, um den schwierigen Herausforderungen zu widerstehen.

Friedrich-Ebert-Stiftung
Ukraine & Belarus

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Photo: FES/Bernd Raschke

 

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