Festival „InclusiON“

Im September fand in Charkiw das Festival „InclusionON“ statt. Zum sechsten Mal in Folge brachte es TeilnehmerInnen aus verschiedenen Städten und Ländern zusammen. Die Veranstaltung wurde von der Organisation „Public Alternative“, der Abteilung für Kultur und Tourismus der Region Charkiw und der Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kiew organisiert.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen die Bedürfnisse und Wünsche von Eltern von Kindern mit Behinderung und Eltern mit Behinderung. Bis heute sorgen viele physische, informative, institutionelle und mentale Hindernisse dafür, dass sich Menschen mit Behinderung nicht in das gesellschaftliche Leben eingebunden fühlen. Das Festival bot der lokalen Gemeinschaft, den örtlichen Behörden sowie der Wirtschaft die Möglichkeit, sich umfassend mit dem Thema Inklusion zu beschäftigen, spezifische Probleme zu identifizieren, zusätzliche Ressourcen bereit zu stellen und ihre Kräfte zu bündeln, um die Hindernisse bei der Inklusion gemeinsam zu überwinden.

Durch verschiedene Seminare, Workshops, Theateraufführungen, Quests und Flashmobs wurden Themen angesprochen, die ständige Aufmerksamkeit und langfristige, harte Arbeit erfordern: ein barrierefreies urbanes Umfeld, die Schaffung einer inklusiven Kommunikationskultur, die Entwicklungsförderung von Kindern mit Behinderung, das Bedürfnis nach Selbstbestimmung im Beruf, die Unterstützung bei der Suche nach einem selbstbestimmten Leben und die Entwicklung von Finanzkompetenz.

Die Höhepunkte des Festivals waren die Durchführung eines Flashmobs mit Paralympics-Siegerin Lyudmila Pavlenko über ein morgendliches Workout und die Aufführung des inklusiven Theaterstücks „Buntes Kätzchen“ des Jugendzentrums „Khalabuda“. Das ExpertInnentreffen der NGO „Neprotoptana stez͡hyna“ (Lviv) mit Eltern und Kindern des Hubs „Art for Autism“ inspirierte die Teilnehmenden und förderte die weitere Zusammenarbeit der Organisationen.

Der Erfahrungsaustausch zwischen ExpertInnen, PädagogInnen, JournalistInnen, BloggerInnen sowie Familien mit Kindern mit Behinderung, zivilgesellschaftlichen AktivistInnen und Kulturschaffenden kann die Entwicklung inklusiver Initiativen in der Ukraine fördern, Antworten auf wichtige Fragen und konkrete Lösungsansätze finden.

 

Fotos: „Aufführung „Bunte Katze“

Friedrich-Ebert-Stiftung
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