Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz

Vom 09. bis 11. Juni 2021 wurde in Tschernihiw ein Seminar zu Fragen der Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz durchgeführt. Das Seminar wurde von der Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Ukraine in Zusammenarbeit mit der Rüstungsgewerkschaft der Ukraine organisiert. Die Trainerinnen Lyudmyla Schewtschenko, Lilia Gusetschko und Olga Denisowa teilten in lebendigen Vorträgen und Diskussionen ihre Expertise mit den Teilnehmer*innen.

Im Rahmen des Seminars wurden die teilnehmenden Gewerkschaftsmitglieder für geschlechtsspezifische Aspekte ihrer Arbeit sensibilisiert und hatten die Möglichkeit, auch ihre eigenen Perspektiven in einer offenen Atmosphäre zu reflektieren und zu diskutieren. Die Teilnehmer*innen lernten anhand von konkreten Beispielen, welche Stereotype und Vorurteile der Gleichberechtigung von Mänern und Frauen im Weg stehen. Diesbezüglich hob die Expertin Olga Denisowa vor allem die Bedeutung einer gender-inklusiven Sprache hervor und demonstrierte, wie die Teilnehmer*innen bereits durch kleine Veränderungen in der Sprache einen großen Beitrag zur Inklusion leisten können.

Die Trainerinnen Lyudmyla Schewtschenko und Lilia Gusetschko analysierten in Zusammenarbeit mit den Teilnehmer*innen die Bestimmungen der ukrainischen Gesetzgebung im Bereich der Gleichberechtigung der Geschlechter. Relevante Dokumente wie das IAO-Übereinkommen Nr.190 wurden ebenfalls präsentiert und diskutiert. Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmer*innen über die besondere Rolle von Gewerkschaftsleiter*innen als treibende Kräfte im Einsatz gegen Diskriminierung aus und lernten über Möglichkeiten des Aufbaus von Beziehungen und Netzwerken mithilfe sozialer Medien.

Die Präsentationen der Expertinnen, die neben professionellem Einsatz verschiedenster Medien auch interaktive Elemente wie Rollenspiele oder das Entwerfen von Postern beinhalteten, wurden von den Teilnehmer*innen sehr positiv aufgenommen. Die Teilnehmer*innen, die bezüglich Alter und Geschlecht eine gut gemischte Gruppe bildeten, konnten voneinander lernen und ihre Erfahrungen - positive wie negative - diskutieren. Die Aufgeschlossenheit der Teilnehmenden trug maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Friedrich-Ebert-Stiftung
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Photo: FES/Bernd Raschke

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