Umsetzung von Inklusivität und universellem Design im städtischen Raum

Im Herbst 2020 veranstaltete die Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Ukraine in Zusammenarbeit mit dem Verein von Menschen mit Behinderungen in Kiew eine Reihe von Veranstaltungen, um die Politikgestaltung zur Umsetzung von Inklusivität und universellem Design im städtischen Raum zu fördern. Die TeilnehmerInnen der Veranstaltung waren die VertreterInnen der regionalen Staatsverwaltung und der Bezirksverwaltungen sowie der vereinigten Territorialgemeinschaften der Region Winnyzja.

Es ist erwähnenswert, dass solche Veranstaltungen für alle TeilnehmerInnen des Prozesses von großer Bedeutung sind, da nicht nur die ZuhörerInnen neues Wissen von ExpertInnen auf dem Gebiet des universellen Designs erhalten. Auch ExpertInnen können von dem Austausch profitieren, da sie Informationen darüber erhalten, wie Erkenntnisse zum universellen Design unter realen Bedingungen tatsächlich umgesetzt werden können und wo Behörden auf Schwierigkeiten treffen. Wertvoll waren praktische Beispiele für die Schaffung einer Infrastruktur und von Diensten, die ausnahmslos für alle BenutzerInnen zugänglich sind. Eines der erwarteten Ergebnisse dieser Veranstaltungen, die derzeit hauptsächlich im Format von Online-Meetings stattfinden, sollte die Bildung einer gemeinsamen Vision und eines gemeinsamen Verständnisses zwischen Fachleuten in Städten und Gemeinden sein und zu einem abteilungsübergreifenden Ansatz und einer Zusammenarbeit bei der Umsetzung einer integrativen Gemeindeentwicklung beitragen.

Das umgesetzte Projekt hat gezeigt, dass es in Zukunft ratsam ist, eine detailliertere Fallstudie bestimmter Gemeinden durchzuführen (z. B. bei der Planung und beim Wiederaufbau sozialer Einrichtungen), Aktivitäten auf andere Gemeinden auszudehnen, mehr internationale ExpertInnen und AktivistInnen einzubeziehen und die Auswirkungen der Umsetzung von Inklusivität und universellem Design im öffentlichen Raum von Gemeinden, die bereits Erfahrung auf diesem Gebiet haben, zu evaluieren.

Am Ende einer Reihe von Schulungsveranstaltungen für Bezirksverwaltungen und vereinigte Territorialgemeinschaften der Region Winnyzja wurde eine Reihe von Seminaren für VertreterInnen von Verwaltungsdienstleistungszentren in Kiew abgehalten.

Da universelles Design ein wichtiger Faktor bei der Verwirklichung der Menschenrechte ist, um soziale Gleichheit und Chancengleichheit für alle zu erreichen, wird die Vertretung der Friedrich-Ebert Stiftung in der Ukraine zusammen mit dem Verein von Menschen mit Behinderungen in Kiew ihre Projektaktivitäten fortsetzen, um neue Ideen zur Schaffung eines barrierefreien Umfelds und zur Umsetzung von Inklusivität in Städten und Gemeinden der Ukraine umzusetzen.

Friedrich-Ebert-Stiftung
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Photo: FES/Bernd Raschke

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