Zweiter ukrainischer Wettbewerb der internationalen Beziehungen

Vom 9. bis zum 11. März 2020 veranstaltete die Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Ukraine in Kooperation mit der Diplomatischen Akademie des Außenministeriums der Ukraine namens Gennadij-Udovenko den zweiten ukrainischen Wettbewerb der internationalen Beziehungen. Sechs Universitäten aus den Städten Odessa, Kiew, Lwiw, Winnyzja und Czernowitz traten mit ausgewählten Delegationen von je vier Studierenden an.

Die 24 TeilnehmerInnen stellten in verschiedenen Formaten ihr Wissen über die internationale Politik unter Beweis. In der ersten Runde wurden hierfür Präsentationen über aktuelle außenpolitische Fragen wie beispielsweise die wachsende Rolle Chinas, Machtfaktoren in den internationalen Beziehungen oder internationale Organisationen und ihre Rolle in der Weltordnung gehalten.

In der zweiten Runde mussten sich die Teams in Debatten durchsetzen und für oder gegen verschiedene Themen wie z.B. die Effizienz des Normandie-Formats, die Teilnahme der Ukraine in der Initiative „One Belt-One Road“ oder der regionale Führungsanspruch der Ukraine in der Schwarzmeerregion argumentieren.

In der finalen Runde gab es schließlich ein Simulationsspiel, in welchem die TeilnehmerInnen über die Möglichkeit der Veränderung einiger Aspekte des Ukraine-EU-Assoziierungsabkommens verhandelten. Hierfür wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt, zum einen das EU-Verhandlungsteam und zum anderen das Verhandlungsteam der Ukraine. Auch in innerhalb ihrer Gruppen schlüpften die Teilnehmer in verschiedene Rollen, wie beispielsweise die VertreterInnen verschiedener Generaldirektionen der EK oder VertreterInnen ukrainischer Ministerien und Agenturen.

Begleitet wurde der Wettbewerb von Workshops, die einen vertieften Einblick in die Etikette und die Arbeitsweise von Diplomatie gaben. Die Workshops wurden den Themen wie kritisches Denken, diplomatische Etikette und Protokoll, interkulturelle Kommunikation und internationale Beziehungen gewidmet. Die Teams wurden von einer Jury beurteilt.  Diese hat nicht nur die Teams der Universitäten insgesamt beurteilt, sondern auch die Einzelleistungen der TeilnehmerInnen.

Am Ende ergaben sich drei unterschiedliche Sieger. Den Sieg als bestes Team konnten die Studierenden der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew für sich verbuchen. In der Kategorie der besten Einzelleistung aus Sicht der Jury setzte sich eine Studentin der Nationalen Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz durch. Die beste Bewertung aller TeilnehmerInnen „Primus inter pares“ erhielt ein Student der Nationalen Illja-Metschnikow-Universität Odessa. Abgeschlossen wurde das Programm durch einen Besuch im direkt angrenzenden Außenministerium der Ukraine.

Friedrich-Ebert-Stiftung
Ukraine & Belarus

wul. Puschkinska 34
01004 Kiew
Ukraine

Büro Ukraine:
+38 (044) 234 00 38
+38 (044) 451 40 31
mail(at)fes.kiev.ua

Büro Belarus:
+38 (044) 234 10 38
+38 (044) 234 10 39
belarus(at)fes.kiev.ua

Photo: FES/Bernd Raschke

Публікації

Оцінка ефективності державної програми «теплі кредити»

Володимир Саріогло, Марина Огай, Тамара Буренко

Політичний простір Україна-ЄС: як не втратити орієнтири?

Богдан Ференс

Пекін +25: Паралельний звіт. Україна 2014-2019

Людмила Порохняк-Гановська, Марина Руденко, Д-р Марта Кічоровська-Кебало, Марфа Скорик, Олена Давліканова