Wirtschaft der Innovationen, oder: Zukunft ist schon heute

SEMINAR

 

„Digital Economy: Chancen und Herausforderungen im Kontext der Globalisierung“

 

Was ist eine schlechte Arbeit?“, „Was beinhaltet der Begriff Industrie 4.0?“, „Kennen Sie die Prinzipien des flexiblen Projektmanagementsystems Agile?“ Diese und andere Fragen wurden auf einem Seminar, das von der Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Ukraine und Belarus in Zusammenarbeit mit dem Institut für Unternehmertum und der Fakultät für Internationale Beziehungen der Belarussischen Staatsuniversität organisiert wurde, am 31. Oktober 2019, diskutiert. Nachwuchswissenschaftler  haben versucht gemeinsam zu verstehen, was hinter den Konzepten der „neuen / kreativen / digitalen / wissensbasierten Wirtschaft“ steckt und wie sie ihren eigenen Platz in dieser neuen Form von Wirtschaft finden.

Die Zukunft der Arbeitswelt haben die Teilnehmenden durch zwei Blickwinkel gesehen: Konzeptionelle Analysen von VertreterInnen des akademischen Bereichs und praktische Erfahrungen aus der belarussischen und internationalen Wirtschaft. Bei der Präsentation der erfahrenen Business-Coachin Elena Vertinskaya, die über die Zukunft in der Welt der Berufe sprach, erhielten die Teilnehmenden eine geballte Ladung an Ideen. Der wissenschaftliche Überblick über die Chancen und Herausforderungen der sozioökonomischen Entwicklung des frühen 21. Jahrhunderts wurde durch Anatolij Kolot, Prorektor für wissenschaftlich-pädagogische Arbeit der Nationalen Wirtschaftsuniversität Kiew, gegeben. Professor Kolot stellte sein Verständnis der Konzepte der neuen Wirtschaft und das der Wissensökonomie dar. Seine These, wirtschaftliche Probleme seien nicht nur im Bereich der Wirtschaft, sondern auch auf dem Gebiet der menschlichen Beziehungen lokalisiert, stieß auf die Resonanz sowohl bei den VertreterInnen des akademischen Bereichs, als auch bei den Geschäftsleuten.

Zusätzlich zu den Fragen der sozialen Verantwortung von Unternehmen und der Korrelation des Wachstums der sozialen Ungleichheit mit der Entwicklung der neuen Wirtschaft, diskutierten die Teilnehmenden über die Probleme und Perspektiven der Virtualisierung von arbeitssozialen Verhältnissen, die Merkmale der B2B-Kommunikation und die Konzepte „Industrie 4.0“ und „Arbeit 4.0“ sowie die Rolle des Staates in der wissensbasierten Wirtschaft.

Den Teilnehmenden wurde auch ein Kurzfilm https://www.youtube.com/watch?v=Hnst3ljH44Y&feature=youtu.be präsentiert, der von belarussischen und deutschen Studierenden gedreht wurde. Drei Bildreihen laufen synchron auf dem Bildschirm ab - Skizzen des "typischen Tages" des Unternehmers in Belarus und in Deutschland.

Ein deutscher Blick auf den Prozess des Unternehmensaufbaus und die Rolle eines Gründers/Mitarbeiters darin wurde von Philip Zettel, dem Prokuristen der Neue Werte GmbH, Sprecher bei der Unternehmensgruppe Vereinte Talente/ Deutschland und Mitglied des Kompetenzteams Mittelstand der IHK Berlin, präsentiert.

 

Die Kombination von Geschäftsleuten und dem akademischen Bereich der Wirtschaft auf einer Plattform ergab einen synergistischen Effekt und ermöglichte es den Teilnehmenden, sich an Ideen zu bereichern sowie die Perspektiven und Risiken der Entwicklung der belarussischen Wirtschaft in einem globalen Kontext umfassend einzuschätzen.

Friedrich-Ebert-Stiftung
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Kiev, Puschkinska 34

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Photo: FES/Bernd Raschke

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