„Freizeit ist erlaubt“ - inklusives Festival in Charkiw

Vom 23. bis zum 30.09.2019 fand in Charkiw das Festival der Inklusion unter dem Motto „Freizeit ist erlaubt“ statt. Es war die vierte Veranstaltung dieser Art. Dieses Jahr wird das Festival vom Charkiwer Regionalverein „Hromadska Alternativa“ in Zusammenarbeit mit der Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Ukraine organisiert. Diesmal waren besonders Vertreter von mehr als 10 unterschiedlichen Universitäten, Galerien, Museen und Bildungseinrichtungen beteiligt. Zu ihnen zählten auch internationale ExpertInnen und AktivistInnen wie Karina Chupina, Trainerin des Europarats oder die polnische Initiative „Deaf Respect“ unter der Leitung von Aga Ositek und Oscar Vyschnevskyj.

Dargeboten wurde ein buntes Programm mit Theateraufführungen, Diskussionsrunden, Vorlesungen, Seminaren, einem Radiomarathon und sogar ein Flashmob. Ein thematischer Schwerpunkt bestand dabei in der behindertengerechten Kulturdidaktik für alle Altersstufen und Inklusionsgruppen. Unter dem Motto „Freizeit ist erlaubt“ wurde also nicht nur auf die Frage abgezielt, wie Kultur für Menschen mit Einschränkung gerecht vermittelt werden kann, sondern auch, wie Kultur von Menschen mit Einschränkung selber vermittelt wird. 

So war es ein ganz konkretes Ziel des Festivals, die LeiterInnen der Museumsgemeinschaft für den Umgang mit Menschen mit Einschränkung zu sensibilisieren und zu trainieren. Das übergeordnete Ziel bestand natürlich darin eine möglichst breite Öffentlichkeit für die Arbeit von und mit Menschen mit Einschränkungen zu informieren.  Mit mehr als 8000 Gästen und einer breiten Berichterstattung von mehr als 20 Medienhäusern konnte dieses Ziel erreicht werden. Alle Teilnehmenden haben sich für ein Verständnis von Inklusion stark gemacht, dass Behinderungen nicht nur Einschränkungen bedeuten, sondern auch für die ganze Gesellschaft eine Quelle für Inspiration sein können.

Friedrich-Ebert-Stiftung
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Photo: FES/Bernd Raschke

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