Studie zum Thema „Soziale Demokratie und Staatsgründung“

Am 26. April wurde in Minsk eine geschichtswissenschaftliche Studie zum Thema „Soziale Demokratie und Staatsgründung“ präsentiert. Die Studie befasste sich mit der Rolle der Sozialdemokratie während der kurzen Zeit der nominell unabhängigen Belarussischen Volksrepublik zwischen 1918 und dem Anfang der 1920er Jahre. Das Projekt ist eingebunden in einen regionalen Kontext an ähnlichen Studien zum Thema in zahlreichen Ländern der Region. Sie machen die Entstehung- und Formierungsprozesse der damaligen jungen Staaten deutlich und nehmen eine historische Verortung im europäischen Kontext vor.

Die auf Belarussisch erschienene Studie wurde von dem belarussischen Historiker und Autor von zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten und mehrere Monografien Anatol Sidorewitsch verfasst. Der Autor eröffnete die Veranstaltung, bot einen Abriss der Geschichte und erklärte die Rolle der sozialdemokratischen Partei bei der Gründung vonBelarus. Als Kommentatoren konnten der belarussische Historiker Mikhas Skobla sowie der deutsche Hirsoriker Meik Woyke gewonnen werden.

Die Diskussion gab den TeilnehmerInnen die Möglichkeit über 100 Jahre der belarussischen Staatlichkeit und ihrer wechselhaften Geschichte zu reflektieren. Die Referenten resümierten auch, dass die Studie dazu beitrage, das historische Gedächtnis aufzufrischen, und eine kritische Auseinandersetzung der Bewertung der Fakten anzustoßen, um die historische und zukünftige Rolle der Sozialdemokratie zu diskutieren.

 

Friedrich-Ebert-Stiftung
Regionalbüro Ukraine & Belarus

01004 Ukraine
Kiev, Puschkinska 34

+38 (044) 234 0038
+38 (044) 451 4031

mail(at)fes.kiev.ua