Förderung organisatorischer Handlungskapazitäten der belarussischen Gewerkschaften

Gewerkschaftliche Organisationen zu fördern gehört zu den Kernaufgaben der Friedrich-Ebert-Stiftung. Denn die gewerkschaftliche Interessenvertretung ist ein demokratisches Grundrecht. In diesem Jahr konzentriert sich die Arbeit der FES unter anderem auf die Förderung organisatorischer Handlungskapazitäten der belarussischen Gewerkschaften, die Beratung bei der Positionierung zu aktuellen sozial-, wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Debatten und auf die Stärkung der Diskursfähigkeit von Gewerkschaften im Rahmen des Sozialdialogs.

Für die diversen Seminarreihen wurden engagierte Gewerkschaftler und Gewerkschaftlerinnen ausgewählt und schrittweise inhaltlich und methodisch als Redakteure, Trainer, und Mediatoren ausgebildet. Dabei wurde die Basis für die Generierung neuer Vorschläge zur Verbesserung sowohl der innergewerkschaftlichen Bildungs-, Medien-, Informations-, und Jugendpolitik als auch der inneren Organisation und Kooperation mit den internationalen gewerkschaftlichen Organisationen gelegt.

Dank der Zusammenarbeit mit dem lern- und methodischen Zentrum der Gewerkschaften der Ukraine in Tschernihiw konnten die wichtigen Themen, die für die Gewerkschaften der beiden Länder von Interesse sind, behandelt und die wertvollen Kenntnisse sowie Praktiken, die für den gewerkschaftlichen Alltag wichtig sind, erworben werden. Darüber hinaus wurde ein weiterer Grundstein für eine effektive Informationspolitik, Förderung der rechtlichen und fachlichen Kompetenzen der Gewerkschaft sowie Motivierung der GewerkschaftlerInnen, sich aktiv an Transformations- und Modernisierungsprozessen innerhalb der Gewerkschaft zu beteiligen, gelegt.

Der intensive Wissens- und Informationstransfer ermöglichte die Vermittlung neuer Kompetenzen für die VertreterInnen der belarussischen Gewerkschaften und die Entwicklung neuer Ideen zur Effizienzsteigerung gewerkschaftlicher Aktivitäten. Auch der intensive Dialog mit den internationalen KollegInnen ermöglichte den Austausch von Erfahrungen und aktuellen Themen. Mit Hilfe der erworbenen Ideen und Kenntnisse können bereits vorhandente Konzepte der Bildungs-, Medien-, Informations-, und Jugendpolitik kritisch reflektiert, verbessert bzw. modernisiert werden.

Der themenbezogene Wissenstransfer wurde für die belarussischen GewerkschaftlerInnen auch durch die internationalen ExpertInnen gefördert. Durch die Förderung des Aufbaus eines Netzwerks aus den gewerkschaftlichen Akteuren von Belarus und den internationalen gewerkschaftlichen Strukturen sowie durch den internationalen Austausch konnten die belarussischen TeilnehmerInnen einen neuen Blickwinkel auf die Prozesse im eigenen Land gewinnen.

 

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