Grüne Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung

Im Laufe des Jahres 2018 fanden in Belarus zwei thematische Seminare zum Thema „Grüne Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“ statt. Ziel der Veranstaltungen war es, die Best Practices aus den Nachbarländern und Deutschland im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und grüner Wirtschaft darzustellen und zu diskutieren, um sie somit für die belarussische Öffentlichkeit verfügbar zu machen.

Das erste Seminar beleuchtete die Unternehmensperspektive, das folgende Seminar schließlich ging auf die Möglichkeit der zivilgesellschaftlichen Beteiligung im Prozess der nachhaltigen Energiewirtschaft ein. In beiden Seminaren wurden den belarussischen TeilnehmernInnen zu Beginn durch ExpertInnen aus Belarus, Deutschland und der Ukraine Informationen zum Thema vermittelt, welche im zweiten Slot anhand von Gruppenarbeiten diskutiert und vertieft wurden.

Das zweite Seminar „Grüne Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung: Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen und zivilgesellschaftlichen Initiativen auf lokaler Ebene" profitierte von den Vorträgen der Vertreter der Klimakommune Saerbeck und dem Bioenergiedorf St. Peter im Schwarzwald. Hierbei wurden nicht nur die wirtschaftlichen Vorteile für die BürgerInnen und Kommune aufgezeigt, sondern auch die Instrumente dort angewendeter Bürgerbeteiligung und nachhaltiger Bürgerbindung z. B. durch Schulprojekte vermittelt. Auch wurde auf technische und soziale Hindernisse und deren Bewältigung eingegangen. Es folgten Vorträge zur Zivilgesellschaft im ländlichen Raum in Belarus sowie Dezentralisierungsprozesse in der Ukraine. In der anschließenden Gruppenarbeit wurde die Frage nach der Stärkung der Zivilgesellschaft in Belarus und der Perspektiven einer Zusammenarbeit zwischen deutschen und belarussischen Lokalprojekten mit viel Begeisterung diskutiert.

 

Die Kombination von Vorträgen zum Ist-Zustand in Belarus und anderen Ländern, deren wissenschaftlichen Forschungsstand sowie die Beispiele von erfolgreichen Bürgerprojekten aus ländlichen Regionen aus Deutschland gaben den TeilnehmernInnen sehr gute Werkzeuge in die Hand, um mögliche Perspektiven für Belarus zu schlussfolgern.

 

Friedrich-Ebert-Stiftung
Regionalbüro Ukraine & Belarus

01004 Ukraine
Kiev, Puschkinska 34

+38 (044) 234 0038
+38 (044) 451 4031

mail(at)fes.kiev.ua